Nexus Hobbyblog

Brettspiele – Tabletop – Hobbykram

Februar 17, 2019
von Andreas
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Aus Liebe zum Spiel – gelebt

Wikipedia beschreibt Glück als Empfindungen von momentanem oder anhaltendem friedvollem oder ekstatischen Glücksgefühl. Und nach dieser Definition bin ich im Moment tatsächlich ein von Glück gesegneter Mensch. Denn das zweite Februarwochenende war… Nun ja, nahe an dem, was man als perfekt bezeichnen kann.

Aber was ist passiert, dass ich gerade so sehr in Glücksgefühl bade?

Ein Plan entsteht

Anfang des Jahres hat sich der Tag meiner Geburt zum vierzigsten Mal gejährt, so dass natürlich die Frage im Raum stand, was ich denn zu diesem Anlass so unternehme.

Wer mich ein bisschen besser kennt, weiß, dass feiern nicht unbedingt zu meinen Kernkompetenzen zählt. Also habe ich irgendwann überlegt, ob es nicht eine gute Idee sein könnte, den Anlass für etwas zu nutzen, das mir selbst Freude bereitet (zum Beispiel ganz entspannt Brettspiele spielen). Statt ihn für etwas zu verschwenden, das von einem Geburtstagskind mit rundem Geburtstag erwartet wird (eine krass große Party schmeißen), mir aber ziemlich genau null Spaß machen würde.

Das war der Grundstein der Idee, einen Brettspieltag mit Freunden aus meinem Brettspielumfeld – sei es nun aus dem digitalen oder realen – zu verbringen. Eine recht gewagte Idee für jemanden, dem es vor nicht allzu langer Zeit noch unmöglich war, auch nur daran zu denken, fremde Menschen für einen Brettspielabend zu besuchen…

Aber hey, man darf ja auch ab und zu mal ein Risiko eingehen. Und gestärkt von den tollen Erfahrungen der letzten zwei Jahre schien mir selbiges zumindest halbwegs kalkulierbar.

Also wurde aus der zunächst fixen Idee recht schnell ein ziemlich konkreter Plan.

Zuerst musste ein Veranstaltungsort herbei. Die üblichen Verdächtigen – diverse Vereinsheime in der näheren Umgebung – hatte ich schnell abgehakt, da mir diese sowohl in Bezug auf Atmosphäre als auch auf bequemen Aufenthalt ungeeignet erschienen. Zum Glück für mich verfügt die Stadt Attendorn mit der Akademie Biggesee über eine Bildungseinrichtung, die auch die Möglichkeit von Gasttagungen anbietet. Einen Anruf später war klar, dass ich dort für meinen Brettspieltag einen mittelgroßen Raum anmieten konnte (selbst mit optimistischen Hochrechnungen hätte ich nie mit mehr als zehn, maximal fünfzehn Zusagen gerechnet), und ich hatte gleich auch ein paar Terminvorschläge in der Tasche. Neben den wirklich schönen Räumlichkeiten (das ganze Haus strahlt eine großartige, entspannte Atmosphäre aus) in der Akademie hatte diese auch den Vorteil, dass ich mich im Grunde um nichts kümmern musste. Getränke, Mittagessen, Kuchen – hier war für alles gesorgt.

Also wurden Flugs Anfragen an mein näheres Brettspielerumfeld und einige, mir besonders wichtige Onlinekontakte verschickt. Um es kurz zu machen, selbst meine optimistischsten Schätzungen wurden übertroffen, von 18 eingeladenen Freunden haben 18 zugesagt. Selbst Mayte und René mit gut fünf Stunden Anfahrtsweg haben zugesagt.
Das ich ein bisschen begeistert war, ist wohl ein bisschen untertrieben.

Damit blieb mir eigentlich nur noch abzuwarten, bis es endlich soweit war, und mir den Kopf zu zerbrechen, welche Spiele ich denn nun eigentlich mitnehmen sollte. … und nachdem die Auswahl getroffen war, wie zum Teufel ich das alles mit meinem kleinen Fiesta nach Attendorn bekommen sollte. Dank meiner lieben Nachbarin Melanie, die sich bereiterklärte, den Transport zu übernehmen, hatte sich aber auch dieses Problem schnell gelöst.

Der große Tag

Tja, und dann war der 9. Februar endlich da. Zu sagen, dass ich an dem Morgen einigermaßen nervös war, ist wohl ebenfalls wieder ein bisschen untertrieben. Gegen neun trafen mit Mayte und René dann die ersten Besucher ein, gefolgt von Sven und Janica vom Spieletaxi, die gleich noch ein paar weitere Spiele im Gepäck hatten, welche Mayte und ich vorher bestellt hatten. Als etwas später Désirée und Frederik dazustießen, waren genug Leute für die ersten zwei Spielrunden zusammen.

Ich hoffe, ich vergesse hier keinen der mitgenommenen Titel…

Vikings Gone Wild, The Others, Village Attacks, The Brigade, Kneipenquiz, Tsukuyumi, Neom, Takenoko, Thunderbirds, Menara, Paperback, Claim 1 + 2, Light of Dragons, Ruchlos, Totenstadt, Space Pioneers, Multiuniversum, Würfelkönig, Rhino Hero Super Battle, eine Schatztruhe mit Thunderbirdsminiaturen, Loony Quest, Mystic Vale, Karuba, Marvel Legendary, Crisis, Scheibenwelt – Ankh Morpork, Hit Z Road,

Losgehen sollte es mit der Städtebausimulation Neom (Mayte, Sven und Janica) und dem Wikingerepos Blood Rage (Frederik, René, und Désirée). Franziska und Patrick trafen rechtzeitig ein, um noch in die gerade beginnenden Spiele einzusteigen.

Mit Arndt und Simone, Linda und Tom, sowie Corina fand sich eine Runde für das unfassbar süße, aber durchaus taktische Takenoko.

Zuletzt trafen Simon (Respekt, dass du dich mit deinem Gipsfuß trotz Aufzug die Treppen hinunter ins Untergeschoss gekämpft hast!) und Claudia ein, so dass ich mich endlich auch zum Spielen niederlassen konnte. Wir haben uns für Thunderbirds entschieden, das ich endlich einmal mit komplett bemalten und magnetisierten Miniaturen spielen konnte. Auch wenn ich die The Hood-Miniatur versehentlich zu Hause vergessen hatte – und damit die Visualisierung des durch die Spielmechanik verkörperten Widerparts fehlte, hat die Partie richtig viel Spaß gemacht.

Wir hatten während der Partie viel Glüc… Wir haben viele richtig gute taktische Entscheidungen getroffen, und so konnte International Rescue einen recht souveränen Sieg einfahren. Eine tolle Partie!

Zwischenzeitlich wurde es Zeit für das Mittagessen im Speisesaal – an dieser Stelle muss ich ein großes Kompliment an das Team der Akademie aussprechen. Das Essen war wirklich erstklassig. Eine üppige Auswahl, die wirklich für jeden Geschmack etwas bieten konnte, und absolut lecker!

Wie schon bei den Spielen vorher, war die Stimmung auch beim Mittagessen absolut entspannt und harmonisch, was mich ganz besonders gefreut hat, da sich die meisten Besucher ja erst seit gerade mal knapp zwei Stunden kannten. Was mir einmal mehr zeigt, was für tolle Menschen dieses sehr soziale Hobby hervorbringt.

Zurück im Spielzimmer ging es dann gleich weiter mit den verschiedenen Partien. Ich muss gestehen, dass ich nach den Einstiegsspielen ein bisschen den Überblick verloren habe, was alles von wem gespielt wurde, daher folgen nun einfach noch ein paar Impressionen der Spiele, die so auf die Tische kamen.

Splendor
Railroad Ink in der Knallrot Edition
Loony Quest
Rhino Hero Super Battle
Kneipenquiz
Quantum
La Cosa Nostra
Würfelkönig
Marvel Legendary

Um sieben Uhr abends war der Tag leider viel zu schnell schon wieder vorbei. Wir hätten problemlos auch noch zwei, drei oder auch vier Stunden weiterspielen können. Die Zeit verging wie im Flug, und es gab noch so viele Spiele, die wir gerne noch spielen wollten. Das ist auf jeden Fall eine Lektion, die ich für´s nächste Mal mitnehmen werde. Denn soviel ist sicher, ein nächstes Mal wird auf jeden Fall folgen. Darin waren sich alle Teilnehmer einig.

Dankeschön

Zurück bleibe ich mit der Erinnerung an einen wahnsinnig schönen Hobbytag, der nicht perfekter hätte sein können.


Vielen Dank an das Team der Akademie, für den absolut reibungslosen Ablauf, die Unterstützung bei der Planung und dafür, das ich praktisch in letzter Minute noch auf einen größeren Raum umschwenken konnte.

Ganz großen Dank auch an Melanie, für die logistische Unterstützung und dafür, dass du einfach da warst.

Und zuletzt ein mindestens genauso großes Dankeschön an alle Besucher – ihr habt den Tag zu etwas ganz besonderem für mich gemacht. Ihr wart super!
Danke euch allen für die kreativen, witzigen und nerdigen Geschenke, auch an Marion, Tanja und Mike, die krankheitsbedingt leider absagen mussten.

Ich bin unglaublich froh, dass ich dieses Wagnis eingegangen bin, und so reich mit vielen schönen Erinnerungen belohnt wurde. Auch nach gut einer Woche zehre ich noch von diesem anhaltendem, friedvollen Glücksgefühl.

Lebt lang und in Frieden,

Andreas

Januar 1, 2019
von Andreas
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Spielbericht 04 Dezember 2018

Zum Abschluss eines für mich sehr erfolgreichen Hobbyjahres 2018 war ich gestern bei Simone und Arndt eingeladen, um entspannt und ein bisschen verspielt ins neue Jahr hinüberzugleiten.

Nach einem leckeren Raclette-Abendessen waren wir drei angemessen träge, so dass sich die Motivation zu einem anspruchsvollen oder komplexen Spiel einigermaßen in Grenzen hielt. Damit war Crisis, das ebenfalls in meiner Tasche steckte, schon mal raus.

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Dezember 31, 2018
von Andreas
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Aus Liebe zum Spiel…

Der Jahreswechsel ist ja immer eine schöne Gelegenheit, um ein wenig in sich zu gehen, und mehr oder weniger entspannt einen Blick zurück auf das vergangene Jahr zu werfen. Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um einmal zu schauen, welchen Stellenwert Brettspiele für mich mittlerweile einnehmen. Denn sie sind für mich nicht mehr nur ein einfaches Hobby, sondern auch ein gutes Stück Lebensqualität. Weiterlesen →

Dezember 10, 2018
von Andreas
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Spielbericht 03 Dezember 2018

Nach einer viel zu kurzen Nacht habe ich den Samstag genutzt, mich in zwei Klassiker meiner Sammlung einzulesen, die ich für den Spielabend bei Simone und Arndt mitnehmen wollte. Notre Dame und Jenseits von Theben befinden sich schon seit gut zehn Jahren in meiner Sammlung, und wurden schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt. Zusammen mit dem am Vortag leider nicht gespielten Crisis bildeten sie die Auswahl fürs Samstagabendspielen.
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November 4, 2018
von Andreas
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Spielbericht 01 November 2018

So kann ein November doch anfangen. Gleich am ersten Wochenende stehen zwei Spielabende an.

Am Freitagabend fanden sich spontan Patrick und Franziska bei mir ein, zusammen mit einer prall gefüllten Tasche mit Neuerwerbungen von der Spiel 2018. Und einem (unfassbar leckeren) Fladenbrot. Danke an dieser Stelle nochmal, Franziska!

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Oktober 13, 2018
von Andreas
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Spielbericht 01 Oktober 2018

Hallo werte Leserin, hallo werter Leser,

herzlich willkommen zu einem kleinen Experiment. Statt meiner normalerweise hier vorherrschenden, recht ausufernden Spielevorstellungen möchte ich hier gerne in deutlich komprimierter Fassung ein wenig über meine Spielabende und die Spiele, die auf den Tisch kamen, berichten. Das soll dann kein ausführlicher Spielbericht werden, in dem ich jeden Zug genau beschreibe, sondern eher ganz allgemein die Stimmung der Spiele einfangen.

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September 19, 2018
von Andreas
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Bastelbericht Tsukuyumi Inlay

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“ Col. John „Hannibal“ Smith

Es ist lange her, dass ich zuletzt eines meiner Bastelprojekte mit einem Artikel begleitet habe. Heute möchte ich euch am Beispiel von Tsukuyumi, das vor einigen Wochen endlich erschienen ist, einmal an meinen ersten Gehversuchen im Inlaybau teilhaben lassen.

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